ABZUARBEITENDE FORMALE /STRUKTURIERENDE SCHRITTE IN EINER VON EINER GESETLICHEN KASSE FINANZIERTEN THERAPIE
IN NRW
Insbesondere unter den Voraussetzzungen einer Finanzierung einer Therapie durch eine gesetzliche
Krankenkasse werden die abzuarbeitenden formalen, strukturierenden bzw. qualitätssichernden Schritte in einer Therapie überall noch einmal mehr werden. NRW hat es als Modellregion schon erwischt.
Der eigentlich für die Qualität wirklich wichtige Antragsbericht bei eine LZT soll zwar später abgeschafft werden. Als Patientinnen /Patienten haben Sie von diesem aber bisher auch kaum etwas
mitbekommen, während die neuen Vorgaben in den Ablauf der Therapiestunden eingreifen. Gerne verabrede ich deshalb mit Ihnen auch einmal einen zusätzlichen Termin, um Formales abzuarbeiten, damit
der eigentliche Faden des psychodynamischen Therapiegesprächs weniger gestört wird. Ansonsten arbeite ich mit folgender Liste an insgesamt im Verlauf zu beachtenden Schritten:
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Aushändigung des Informationsblatts der KV zur Therapie: PTV10
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Aufklärung über Rahmenbedingungen
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Aufklärung über die Arbeitsweise in einer psychodynamischen
Psychotherapie (was natürlich auch schon Freud gemacht hat, natürlich notwendig ist und sich organisch in den Ablauf einfügt)
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In Reaktion auf ihren ersten Bericht muss ich u.a. auch Nachfragen
stellen mit dem Ziel zu einer zumindest vorläufig fundierten /vertretbaren Diagnose nach ICD 10 zu gelangen.
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Aushändigung des Formulars PTV11 mit einer vorläufigen Diagnose
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Ggf. Anzeige einer Akuttherapie durch mich bei Ihrer Kasse
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Ergänzung der Diagnostik durch psychometrische Tests (i.d.R. online zu
Hause)
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Bitte schreiben Sie mir Ihre Ziele in der Therapie auch kurz auf.
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Bericht über den Anfang in Ihrer Therapie in einem Brief von mir an Sie
und Ihre HausärztIn / Überweisung an Ihre Hausärztin /Ihren Hausarzt zur Einholung des Konsiliarberichts
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Ggf. Beantragung von KZT im Wesentlichen durch mich für Sie.
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Über Ihren sonstigen Bericht hinaus tragen wir zu folgenden Stichpunkten
noch einmal gebündelt das jeweils Wichtigste zusammen: Somatische Probleme / Psychopharmaka, die sie einnehmen / vorherige Therapien und Aufenthalte in Kliniken wegen psychischer Diagnosen /
Teilhabe und Teilhabefähigkeiten / u.a. auch Ihr Stand in Ausbildung oder Beruf / möglicher Substanzmissbrauch / mögliche Suizidalität / weitere relevante BehandlerInnen, z.B. psychiatrische
Anbindung, vorhanden, geplant, ggf. sinnvoll / mögliche weitere betreuende Personen, mit denen ich in einen Austausch gehen soll?
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Ausdrückliche Verständigung über die Indikation und ggf. ihre
Motivation, die angebotene Therapie anzunehmen, und die von Ihnen erlebte Passung
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Bitte ergänzen Sie Ihren Bericht durch eine biographische Stichwortliste
für meine Unterlagen.
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Ich erstelle eine erste Psychodynamik in Stichworten und formuliere auch
noch einmal Ziele, was aus speziell psychodynamischer Sicht vermutlich wichtig ist, damit sie Ihre Ziele erreichen können, händige Ihnen meine Notizen aus und spreche mit Ihnen über die
Inhalte.
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Ggf. Abfassung des Antragsberichts durch mich für die Gutachterin /den
Gutachter und Beantragung von LZT im Wesentlichen durch mich für Sie. Dann folgen 5 Wochen Wartezeit bis zu Entscheidung der Kasse nach der Empfehlung der Gutachterin /des Gutachters.
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Im Verlauf der Therapie verständigen wir uns explizit über das, was
jeweils bisher erreicht wurde, wiederholen die psychometrischen Tests und passen Ziele ggf. an.
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Am Ende der Therapie verständigen wir abschließend über erreichte und
noch offene Ziele und wiederholen die psychometrischen Tests ein zweites Mal.
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Wir planen den Therapieabschluss evtl. mit einer Rezidivprophylaxe und
wir sprechen über evtl. sinnvolle Anschlussmaßnahmen.
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Meldung einer Rezidivprophylaxe /des Therapieendes durch mich an die
Kasse.
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Bericht über den Verlauf Ihrer Therapie in einem Brief von mir an Sie
und Ihre Hausärztin /Ihren Hausarzt.